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Ausfahrt mit dem Mini Club München - oder wenn die Italiener die Briten treffen

Ein Besuch der römischen Fiat 500 Delegation veranlasste den Mini Club München, eine Ausfahrt zu planen. Sie kennen sich wohl schon sehr lange. Die weiteste Anreise: Über 900 km. Kompliment. Die 6 Fiats aus Italien waren alle mit mehr PS ausgestattet. Mit Funkantennen blieben sie untereinander in Kontakt.

ein Bericht von Angie Schlegel


Ausfahrt mit dem Mini Club München
Wenn die Briten die Italiener treffen - Foto mit freundlicher Genehmigung von Harald Metz

Treffpunkt war die Autobahnraststätte in Höhenrain. Insgesamt 44 Fahrzeuge haben sich versammelt. 14 Fiats und 30 Minis in allen Farben und Modellen. Die Organisatoren mussten die Route ändern, da sich so viele Teilnehmer angemeldet hatten und das Zeitlimit mit der Anzahl der Fahrzeuge nicht machbar war. Ziel: Die Zugspitze. Die Begrüßung sowie die grobe Fahrroute wurde durch Stefan (Hauptorganisator und Bindeglied zu den Italienern) und Eisi (Mitorganisator und Schriftführer Mini Club München) durchgeführt. Ein Reifenplatten an einem Mini wurde schnell behoben. Jeder bekam ein Roadbook in die Hand und los ging‘s. Über die Autobahn bis Ausfahrt Kochel/Murnau. Über die Kesselbergstraße, die mittlerweile absolut „motorradsicher“ gemacht wurde, ging es zum Walchensee. Über Krün, Wallgau, Garmisch-Partenkirchen endete die erste Etappe in Grainau am Parkplatz der Zugspitzbahn/Eibsee-Seilbahn.

Ausfahrt mit dem Mini Club München
Vorne die Fiat 500 IG München, direkt vor dem Eingang die Römer.

Die Zugspitze ist mit 2.962 m über NHN (Normalhöhennull) der höchste Gipfel des Wettersteingebirges und gleichzeitig Deutschlands höchster Berg. Das Zugspitzmassiv liegt südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern und im Norden Tirols. Seit Dezember 2017 kann man mit einer topmodernen Seilbahn den höchsten Berg Deutschlands erklimmen. Sechs Jahre Planung und Bauarbeiten stecken in diesem Projekt der Superlative. Die bodentief verglasten Großraumkabinen bieten Platz für bis zu 120 Personen und passieren die mit 127 Metern weltweit höchste Stahlbaustütze für Pendelbahnen. Sie überwinden den weltweit größten Gesamthöhenunterschied von 1.945 Metern in einer Sektion und haben das weltweit längste freie Spannfeld mit 3.213 Metern.

Ausfahrt mit dem Mini Club München
Aus der Gondel: Links die Fiats und rechts aufgereiht die 30 Minis.

Natürlich war es oben bewölkt, als wir ankamen, und somit ist uns der Blick auf über 400 Alpengipfel in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien verwehrt geblieben. Aber ein überdachter Weg führte uns auf eine Plattform nach Tirol! Immerhin. Im Münchner Haus auf 2.964 m löffelten wir eine Suppe und mussten danach auch schon wieder runter. 14 Uhr Abfahrt nächste Etappe. Weiter ging es Richtung Kloster Ettal, nach Oberammergau, Bad Bayersoien bis zur Wieskirche. Die Italiener haben wir unterwegs verloren. Sie haben das Schmuckstück aus dem Jahre 1754, prächtig im Stile des Rokoko ausgestattet, leider nicht gesehen. Seit 1983 gehört die Wieskirche zum Weltkulturerbe.

Nach der Besichtigung lud uns Harry (Vorstand Mini Club München) noch zum Sommerfest in Aubing im „Zwicklwirt“ ein. Ein riesiges Spanferkel und andere Leckereien krönten den Abschluss. Die Römer bedankten sich mit einem riesigen Parmaschinken beim Mini-Club. Außerdem bekam Harry noch ein Fiat 500 Club Europe-Hemd geschenkt, dass ihn sofort zu einem Striptease veranlasste. Es passt!

Ausfahrt mit dem Mini Club München
Das Beweisfoto. Kennzeichen Roma.

Vielen Dank im Namen der Fiat 500 IG München für diesen superorganisierten Tag. Vielen Dank für das Abendessen. Toll war‘s.

P.S.: Die Zugspitzbahn steht seit September 2018 nach einer Rettungsübung still. Der Bergungskorb krachte in die Gondel. Fazit: Totalschaden.