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Rallye-Revival "Liège-Brescia-Liège" 2018 (2)

2. Teil des Berichts von Silke Wedekind und Ted Prenzel

Classic Rally Liège-Brescia-Liège

Nachdem wir mit ein paar kleineren technischen Problemen unser Zwischenziel Ljubljana glücklich erreicht hatten und einen Ruhetag zu Erholung und Stadtbesichtigung genutzt haben, ging es auf den Rückweg. Zur Erinnerung: Die ursprüngliche Version der Rallye Liège–Brescia–Liège wurde mit nur einer Übernachtung in Brescia gefahren, für uns geht es mit Tag 7 weiter.

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Am Tag 7 ging es zuverlässig weiter bis nach Carrezza, wobei wir unter anderem die Pässe S. Osvaldo, Staulenza und Pordoi überquerten. Wir waren voll bei der Sache, als Giardi sich 370 Kilometer nach dem letzten Tankstopp mit einem heftigen Ruckeln über die mangelnde Versorgungslage beschwerte. Mit einem Schluck aus dem Reservekanister konnte sie wieder besänftigt werden.

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Tag 8 führte uns hoch hinaus. Über Bozen, Meran und Prato ging es auf die Stilfserjoch-Straße. Unser größtes Problem hier waren nicht etwa die 48 Kehren oder die steilen Anstiege, vielmehr ließen die Rad- und Motorradfahrer diesen Part wenig vergnüglich werden. Auf den Geraden wurden wir von den Motorrädern mühelos überholt, aber in den Kehren kamen sie vor uns fast zum Stillstand, und wir verloren den mühsam erarbeiteten Schwung und mussten gelegentlich doch in den ersten Gang zurückschalten. Ansonsten ging es im zweiten oder dritten Gang langsam aber zuverlässig der Passhöhe (2.757 m) entgegen. Trotz der vielen Besucher war es ein imposantes Erlebnis. Der anschließende Gavia (2.618 m) war längst nicht so stark befahren und hat uns deutlich besser gefallen. Am Tagesziel Brescia, im Anschluss an das Dinner, wurde es für uns Zeit, die Reifen umzustecken: Die zügig gefahrenen Kehren hatten ihren Tribut am Profil der Vorderräder gefordert, während die hinteren noch recht frisch aussahen.

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Classic Rally Liège-Brescia-Liège

Die Rennstrecke von Franciacorta war unser erstes Ziel am Tag 9. Hier erwartete uns wieder eine Sonderprüfung. Es mussten drei Runden in der selben Zeit gefahren werden. Theoretisch nicht schwer, aber durch die letztendlich alle zur gleichen Zeit auf dem Kurs herumdüsenden Wägelchen dann doch nicht so ohne. Kühne Überholmanöver rechts und links an den Konkurrenten vorbei brachten uns ohne Fehlerpunkte durch diesen Test.

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Weiter ging es auf dem gleichen Weg, den wir am Vortag gekommen waren. Auf dem Stilfserjoch waren wegen der fortgeschrittenen Tageszeit nur noch wenig Rad- und Motorradfahrer unterwegs, was das Fahren für uns deutlich angenehmer machte. Giardi lief wie immer ohne Probleme.

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Tag 10 brachte uns zurück nach Deutschland. Auf dem Weg von Marling in der Nähe von Meran bis an den Starnberger See war die fieseste Stelle der Zirler Berg. Hier gab es wegen einiger Kleinst-Wagen, denen die Kraft ausging, einen Stau.

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Die Tage 10 und 11 führten uns über Bretten und eine weitere Sonderprüfung auf der Kartbahn Liedolsheim zurück nach Lüttich.

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Die Platzierung

Nur eine Strafe von 10 Punkten für „Exzessives Bremsen“ in einer Zeitprüfung am letzten Tag kostete uns den Klassensieg – GB first hieß es damit. Einen Extra-Pokal gab es für die perfekte Navigation, wir haben aber auch wirklich alle 103 Kontrollpunkte (Spirit Category) angefahren und alle Check-In- und Check-Out Zeiten eingehalten.

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Die Unterstützer

Ganz besonders danken möchten wir der Firma Axel Gerstl, die uns engagiert bei den Problemen am Anfang zur Seite gestanden hat, sowie vor allem dem Autoservice Vondrovsky, der uns und anderen Teilnehmern zu ungewöhnlichen Zeiten geholfen hat. Bei der Vorbereitung hat uns Auto Heusel unterstützt und während der Tour natürlich viele, die in Gedanken bei uns waren.

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